Telearbeit mittels moderner Telekommunikationsmedien ist eine immer häufiger von Firmen und ihren Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern genutzte Möglichkeit, an anderen Orten als an einem Arbeitsplatz in der Firma zu arbeiten. Dies geschieht in Form von Arbeit unterwegs am Laptop zur Nutzung von Reisezeiten oder in Form eines Homeoffice von zu Hause aus.
So unterschiedlich wie die Branchen und die Menschen, die für ihre Firmen aus der Ferne agieren, sind auch die Modelle dieser Arbeitsweise.
Das Berliner Institut „Erfolgsfaktor Familie“, das „Audit Familienfreundlicher Betrieb“ und alle einschlägigen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Familienfreundlichkeit listen die Möglichkeit der Telearbeit und des Homeoffice einstimmig als familienfreundliche Maßnahme auf.
Was ist daran familienfreundlich, welche Chancen und Risiken verbinden sich mit dieser Form der Arbeit sowohl für den Betrieb als auch für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wie funktioniert das technisch und für wen ist sie eigentlich geeignet?
Hier sind die Themen im Überblick:
1. Aktuelles / Termine 2. Telearbeit und Homeoffice – Definition, Chancen, Nutzen, Risiken 3. Interview mit dem Diplom-Physiker Karl Breuer aus Regensburg 4. Netzwerke 5. Literaturtipps und Links
Viel Vergnügen beim Lesen des Runtingerbriefs wünscht Ihnen
Ihre Stefanie Breuer-Indefrey
Redaktion Aktionskreis „Familie und Beruf“
1. Aktuelles / Termine
Seminar für Unternehmer, Führungskräfte und Personalverantwortliche Familienfreundlichkeit – ein nutzbringender Aspekt der Personalentwicklung Referentin: Astrid Travi, Personalberatung, Training, Coaching Di, 24. 3.2009, 14 - 17.30 Uhr, IHK Regensburg, D.-Martin-Luther-Str. 12, Regensburg Teilnahme kostenlos Anmeldungen bitte bis 17. März 2009 an Tanja Graf, Tel. 0941/5694-334, graf@regensburg.ihk.de
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2. Telearbeit und Homeoffice – Definition, Chancen, Nutzen, Risiken
Definition
Unter dem Begriff Telearbeit werden verschiedene Arbeitsformen zusammengefasst, bei denen Mitarbeiter zumindest einen Teil der Arbeit außerhalb der Gebäude des Arbeitgebers verrichten (es muss kein Angestelltenverhältnis bestehen). Oftmals werden die Arbeitsergebnisse dabei dem Arbeitgeber über digitale Kanäle übermittelt. Dazu werden häufig Kommunikationsgeräte wie Computer, Fax und Telefon genutzt. Vereinbarungen über Arbeitsziele, Termine usw. werden mit dem Arbeitgeber, dem Arbeitsteam oder beiden getroffen.
Es werden üblicherweise verschiedene Formen der Telearbeit unterschieden:
a) Bei der Teleheimarbeit verrichtet der Arbeitnehmer die gesamte Arbeit als Heimarbeit in seiner eigenen Wohnung. Ein Arbeitsplatz in den Räumlichkeiten des Unternehmens existiert nicht.
b) Alternierende Telearbeit ist die vorherrschende Variante der Telearbeit. Hierbei wird abwechselnd zu Hause und im Unternehmen gearbeitet. Das Unternehmen stellt für die Arbeit mehreren Personen einen Arbeitsplatz zur Verfügung, der dann von ihnen zu unterschiedlichen und miteinander abgesprochenen Zeiten genutzt wird. Dieses Arbeitsmodell ist besonders bei jungen Eltern beliebt.
c) Die Mobile Telearbeit wird hauptsächlich von Vertretern, Kundenbetreuern und ähnlichen Berufsgruppen praktiziert. Hierbei steht die Tätigkeit an wechselnden Arbeitsorten (z.B. in der Kundenwohnung) sowie u.U. der Fernzugriff auf die unternehmensinterne IT-Infrastruktur im Mittelpunkt.
Chancen und Nutzen - Erwartungen von Unternehmen und Arbeitnehmern
Unternehmen Das Unternehmen hat bei Telearbeit unter Umständen den Vorteil, dass es weniger Büroflächen zur Verfügung stellen muss. Außerdem können die Kompetenzen eingearbeiteter MitarbeiterInnen weiter genutzt werden z.B. während Zeiten der Kindererziehung. Das Anwerben oder Halten qualifizierter Fachkräfte, die einen entfernten Wohnort nicht verlassen möchten oder können, wird vereinfacht.
Während in der Vergangenheit überwiegend einfache Erfassungsarbeiten per Telearbeit verrichtet wurden, umfasst das Spektrum der Tätigkeiten heute zunehmend mittel- bis hochqualifizierte Arbeitsfelder. Schätzungen gehen davon aus, dass 5-10% aller Arbeitsplätze prinzipiell für Telearbeit geeignet sind.
Als Vorreiter der Telearbeit gelten Computerhersteller, Softwareentwickler und Telekommunikationsanbieter. Entgegen weitläufigen Annahmen ist die Telearbeit bisher weitgehend eine Männerdomäne.
Erwartet wird eine höhere Produktivität (nach verschiedenen Untersuchungen zwischen 10 und 50%) durch bessere Übereinstimmung der individuellen Arbeitszeiten mit dem wechselnden Arbeitskräftebedarf des Unternehmens, ungestörtes Arbeiten und Arbeiten zu Zeiten der besten individuellen Leistungsfähigkeit, schnelleres Reagieren auf Kundenanfragen
Einsparmöglichkeiten entstehen bei
• Raumkosten: Büromieten incl. Nebenkosten, Kosten für Lagerhaltung
• Personalkosten: bei eigenverantwortlicher Arbeitszeitgestaltung des Arbeitnehmers entfallen oft Überstunden-, Nachtarbeits-, Feiertagszuschläge; Einsparung von Sozialleistungen und Zuschüssen; Ausnutzung regionaler oder sogar internationaler Lohn-/Gehaltsunterschiede
• Fahrtkosten: Fernwartung von Anlagen, weniger überregionale Besprechungen
Arbeitnehmer
Bei MitarbeiterInnen beliebt ist Telearbeit als Arbeitsmodell bei jungen Eltern, denen so der Wiedereinstieg in das Berufsleben erleichtert wird. Die Arbeitsleistung kann verteilt erbracht und Kinder können trotzdem versorgt werden.
Von Arbeitnehmerseite wird zunehmend Interesse an Telearbeit geäußert. Diese beruht auf der Erwartung von Vorteilen für den Einzelnen:
• Bessere Verbindung von Arbeit und persönlichen Interessen (Freizeit, Weiterbildung;...)
Mehr Freiraum bei der individuellen Arbeitsgestaltung
Weniger Stress und Störungen
Darüber hinaus ist für viele ArbeitnehmerInnen Telearbeit die einzige Möglichkeit, unter veränderten persönlichen Bedingungen (Kinder, Wohnortwechsel) oder infolge unternehmerischer Entscheidungen (Schließung von Betriebsteilen/Niederlassungen) ihre Weiterbeschäftigung zu sichern.
Für erwerbstätige Frauen liegt die Motivation zur Telearbeit oft in der Hoffnung auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf; unter Männern herrscht der Wunsch einer Vermeidung langer Anfahrtswege oder nach einer ruhigen Arbeitsatmosphäre vor, mit besserer Konzentration oder weniger Ablenkung, da Störungen durch Kollegen ausbleiben. Alternierende Telebeschäftigte im Angestelltenverhältnis empfinden die Telearbeit meist als familienfreundlich und vorteilhaft, weil sie eine Anpassung an den eigenen Rhythmus ermöglicht.
Als Ergebnis der Telearbeit ergibt sich aus der Telearbeit für Männer vielfach eine Zunahme an freier Zeit für Sport und Freizeitgestaltung.
Manche Untersuchungen deuten auch bei Teleheimarbeiterinnen eine partnerschaftlichere Arbeitsaufteilung hin. Auch Männer scheinen dabei durch die Erwerbsarbeit zuhause die Beziehung zu ihren Kindern verbessern zu können.
Einer räumlichen Vermischung von beruflicher und familiärer Tätigkeit wird oft durch ein eigenes Arbeitszimmer entgegengewirkt, wobei dies vorwiegend auf besser verdienende Telearbeiter zutrifft. Gegebenenfalls werden innerhalb der Familie Zutrittsregeln zum Arbeitszimmer abgesprochen.
Die Vermischung von familiären und beruflichen Belangen wird von den Telebeschäftigten selbst teils auch positiv gesehen.
Risiken für Unternehmen und Arbeitnehmer
Risiken für Unternehmen
• Unklare Zeiten der Anwesenheit, Erreichbarkeit am Arbeitsplatz; Bereitschaftszeiten
• Kontrolle der Arbeitszeiterfassung, i.d.R. nur Vertrauensarbeitszeit möglich
• Nachweis und Beurteilung der Arbeitsleistung durch Zielfestlegungen
• Datensicherheit und Datenschutz, Einhaltung der Bestimmungen des BDSG
• Art und Umfang der Nutzung von firmeneigenen Geräten muss geklärt werden
• Kosten für Telefon- und Internetverbindung sind über die Firma nur unzureichend abrechenbar, da sie auch privat genutzt werden können, bei Homeoffice ist es am einfachsten, die Flatrate des Mitarbeiter zu nutzen
• Haftung für die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel
• Haftung bei Schäden durch Dritte (Familienmitglieder, Besucher)
• Klärung der Unfallversicherung bei der Arbeit zuhause und bei arbeitsbedingten Wegen
Risiken für Arbeitnehmer
• Die Arbeit im häuslichen Umfeld kann Konflikte und Doppelbelastung durch Beruf und Familie verursachen
• Die freiere Arbeitszeitgestaltung kann zu Mehrarbeit und ausgeweiteter Rufbereitschaft ohne finanziellen oder Freizeitausgleich führen
• Die Abwesenheit vom Betrieb führt zu eingeschränkten Kontakten zu den Kollegen
• Die Distanz zum betrieblichen Geschehen kann reduzierte Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten zur Folge haben
• Ungeklärte Regelungen zu Kosten
• Die häuslichen Bedingungen erschweren eine angemessene Arbeitsplatzgestaltung
• Unsicherheit und Konfliktmöglichkeiten durch evtl. ungeklärte rechtliche Fragen: Haftungsfragen (Schäden an Geräten, Datenverlust), Versicherung (Unfall, Haftpflicht, Hausrat), Datenschutz, Wettbewerbsverbote
• Festlegung des Arbeitsauftrags, Nachweis und Beurteilung der Arbeitsleistung kann problematisch werden, Zielfestlegungen sind nötig
• Ungeklärte Kostenregelungen, Vermischung von beruflicher und privater Nutzung der Arbeitsmittel
Eine zeitliche Vermischung kann entstehen, wenn beispielsweise das berufliche Engagement auf den Abend aufgeschoben wird. Insbesondere bei Müttern ist eine Verschiebung der Erwerbsarbeitszeiten auf den frühen Morgen, den späten Abend und das Wochenende zu beobachten, wobei Erholungszeiten wegfallen. Telearbeit bringt die Gefahr einer verdeckten Mehrarbeit mit sich und kann einer Arbeitssucht Vorschub leisten.
3. Interview mit dem Diplom-Physiker Karl Breuer aus Regensburg
Herr Breuer, Sie arbeiten bei der Firma Continental in Regensburg. Was machen Sie da genau? Ich arbeite in einer so genannten Cross-Function Abteilung in der Entwicklung, wo wir uns übergreifend um Methoden, Prozesse und die zugehörigen Software-Werkzeuge kümmern. Ich bin interner Ansprechpartner für den korrekten Umgang der Mitarbeiter mit einer Entwicklungssoftware und führe auch Mitarbeiterschulungen durch. Meine Teamkollegen sitzen in drei anderen Staaten, so dass wir in der Regel Konferenzen via Email oder Telefon führen.
Sie sind verheiratet, haben zwei Kinder und sind mit der ganzen Familie 2006 nach Regensburg gezogen. Wie ist die Firma Continental, damals noch Siemens VDO, mit dem Thema Familie umgegangen? Im Grunde war das gar kein Thema. Im Vorstellungsgespräch bin ich natürlich nach Familie befragt worden. Aber nachdem ich gesagt hatte, dass die Familie die Entscheidung umzuziehen trägt, war's das.
Vor Ihrer Beschäftigung bei Continental waren Sie Consultant bei einer Technologie-Beratungsfirma und viel für Ihre Firma unterwegs. Welche Erfahrungen haben Sie bei Ihren Arbeitgebern mit Telearbeit und Homeoffice gemacht? Als Consultant ist es immer so, als hätte man zwei Arbeitgeber: einerseits die Firma, bei der man angestellt ist und andererseits den Kunden, für den man als Consultant tätig ist, und jeder geht da auf seine Weise mit dem Thema um.
Das heißt, da gibt es Spielräume, um die unterschiedlich hart verhandelt wird? Ja, genau. Das Consultant-Unternehmen möchte natürlich gerne, dass seine Angestellten beim Kunden Präsenz zeigen; da besteht von dieser Seite meist nur zwischen zwei Aufträgen gelegentlich die Möglichkeit von Heimarbeit für interne Arbeiten. Bei dem Kunden ist es normalerweise so, dass der sich einen Consultant holt, damit dieser dann vor Ort ist und da seine Arbeitsleistung erbringt, da der Kunde selber nicht die entsprechende Expertise oder die nötigen Ressourcen besitzt. Das hängt aber immer auch von dem jeweiligen Arbeitspaket ab und andererseits, wie der Kunde das generell sieht, und wie er mit sich reden lässt.
Wurde Ihnen die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, von den Firmen angeboten oder haben Sie danach gefragt? Ich habe danach gefragt, nachdem ich mitbekommen hatte, dass einige Kollegen diese Möglichkeit nutzten.
Wie sieht das technisch aus, wenn Sie von zu Hause aus oder von unterwegs arbeiten? Bei meiner Art von Arbeit ist es nötig, dass ich telefonisch erreichbar bin. Dazu halte ich zu Hause eine separate Telefonleitung, auf die mein Bürotelefon dann umgeleitet ist. Zusätzlich kann ich mich über eine spezielle Sicherheitssoftware in das Intranet der Firma einwählen, so dass ich quasi genauso wie an meinem Schreibtisch im Büro arbeiten kann. Dabei sind der private Telefon- und Internetanschluss meine eigene Sache, aber mit einer entsprechenden Flatrate, wie sie heutzutage praktisch von jedem Anbieter bereitgestellt wird, entstehen mir keine zusätzlichen Kosten. Kollegen im Ausland rufen mich dann an. Unterwegs auf Dienstreise ist das etwas anderes. Da fallen immer irgendwelche Kosten an. In Deutschland sind z.B. die Hotel-Hotspots gebührenpflichtig. Fairerweise sollte es möglich sein, solche Gebühren zusammen mit den restlichen Reisekosten abzurechnen. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich dahingehend beim Arbeitgeber erkundigen.
Welche Arbeiten erledigen Sie in Telearbeit oder Homeoffice? Vorbereitung von Präsentationen, Erstellen und Durcharbeiten von Dokumentationen und dergleichen; Arbeiten eben, für die man etwas mehr Ruhe braucht, oder bei denen man sich eine Weile ungestört konzentrieren können muss.
Nutzen Sie Homeoffice als Möglichkeit zur Kinderbetreuung? Naja, indirekt. Während der Arbeit kann ich natürlich keine Kinder betreuen im eigentlichen Sinn. Ganz davon abgesehen, dass meine Töchter mit 13 und 15 Jahren aus dem Alter heraus sind, wo sie "betreut" werden müssen oder wollen. Aber trotzdem gibt es immer wieder Tage (z.B. bei Krankheit oder wenn meine Frau ganze Tage beruflich unterwegs ist), wo es für die Kinder gut ist, zu wissen, dass jemand da ist und nicht irgendwo entfernt in einem Büro, der dann auch im Bedarf ansprechbar ist und ihnen z.B. in der Mittagspause das Mittagessen bereitet.
Hat es schon Probleme wegen der Anerkennung von Arbeitszeiten gegeben? Nein. Das hat es bisher nicht gegeben.
Welche Vorteile sehen Sie für sich und für Ihre Firma in der Möglichkeit der Telearbeit bzw. des Homeoffice? Gibt es Nachteile? Der Vorteil für beide Seiten ist die Flexibilität, die sich aus der Heimarbeit ergibt. Wenn ein Kind krank ist, muss ich nicht einen halben oder ganzen Tag frei nehmen, sondern kann zu Hause weiterarbeiten. Daneben kann ich auch an die familiären Bedürfnisse angepasst meine Arbeitszeit anders aufteilen. So kann ich z.B. einen Teil der Arbeit auf die Abendstunden verlegen, wenn einigermaßen Ruhe eingekehrt ist in der Familie. Ich habe bei mir auch schon teilweise die Tendenz beobachtet, dass ich an Heimarbeitstagen mehr und länger arbeite als im Büro, weil mir dann doch immer noch etwas einfällt oder ich eine Sache noch zu Ende bringen will. Ich sitze ja nicht im Büro und es wird Abend und die Familie wartet zu Hause, sondern ich bin ja schon zu Hause. Das ist für meine Arbeit und für den Arbeitgeber von Vorteil. Andererseits erfordert Heimarbeit auch ein gewisses Maß an Selbstdisziplin. Schließlich befindet man sich in einer Umgebung und Atmosphäre, die eher mit Freizeit und Feierabend besetzt ist. Es gibt da einen Cartoon, der einen Büroangestellten in den verschiedenen Phasen der Heimarbeit zeigt: auf dem ersten Bild sieht er noch ganz normal aus, aber langsam verändert er sich, bis er auf dem letzten Bild ungewaschen und im Schlafanzug vor seinem Computer hockt.
Könnten Sie sich vorstellen, ganz oder überwiegend für eine Firma zu Hause zu arbeiten? Vorstellen, ja, allerdings nicht in meiner derzeitigen Tätigkeit. Und es würde erfordern, dass ich mein Arbeitszimmer zu Hause anders strukturiere und einrichte, so dass es ausschließlich nur noch für die berufliche Arbeit genutzt wird.
Auch in Teilzeit? In Teilzeit zu arbeiten ist für mich prinzipiell vorstellbar, unabhängig von Heimarbeit. Aber bekanntlich gibt es, vor allem für Männer, nicht so viele Teilzeitstellen. Ein Problem ist wohl, dass Teilzeitarbeit kein so hohes Ansehen besitzt und auch als qualitativ geringwertiger betrachtet wird. Aber grundsätzlich fände ich es zumindest vorübergehend für mich interessant. Vorausgesetzt, die Teilzeitarbeit ist qualitativ gleichwertig mit meiner jetzigen Tätigkeit, und meine Frau trägt mit ihrer Arbeit ausreichend zum gemeinsamen Einkommen bei, so dass uns keine finanziellen Probleme entstehen. Leider werden Frauen meist ja doch noch schlechter bezahlt als Männer.
• Gabriele Winker (Hrsg.): Telearbeit und Lebensqualität. Campus, Frankfurt/New York 2001, S.17–60. ISBN 3-593-36870-6
• Thomas Lammeyer: Telearbeit. Alma Mater, Saarbrücken 2007. ISBN 3-935009-20-8
• Ralf Reichwald: Telekooperation – Verteilte Arbeits- und Organisationsformen. Springer, Berlin 2000. ISBN 3-540-65876-9
• Malcolm Schauf: Telemanagement – Telearbeit als Managementproblem. Hampp, München 2002. ISBN 3-87988-652-0
• Winfried Seimert: Telearbeit. Wiesbaden 1997. ISBN 3-409-18883
• Stefan Kramer: Gestaltung arbeitsvertraglicher Regelungen zur Telearbeit. in: Der Betrieb. Düsseldorf 2000, 1329–1333. ISSN 0005-993
Links
• Vertiefte Infos der Uni Köln, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht
• Telearbeit in der Landesverwaltung Niedersachsen
• Leitfaden zur Telearbeit der deutschen Bundesregierung
•Telearbeit aus arbeitspsychologischer Perspektive. Eine Analyse von Telearbeit anhand Kriterien humaner Arbeit.
Redaktion: Stefanie Breuer-Indefrey Volkshochschule der Stadt Regensburg Frau und Beruf - Regionalzentrum Regensburg Ladehofstraße 30 93049 Regensburg Tel.: (0941) 507-4435 Email: breuer-indefrey.stefanie@regensburg.de www.frauundberuf.org
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